Lebensfäden – Das Leben ist bunt und nicht perfekt

Buchcover: Lebensfäden

Wenn es nach uns ginge, würden wir am liebsten nur das erleben wollen, was die Produktion unserer Glückshormone ankurbelt und uns ein breites Lächeln auf das Gesicht zaubert. Statt dessen begegnen uns neben all diesen vielen schönen Dingen ein Leben lang Menschen und Situationen, die uns herauszufordern scheinen. Oftmals dann, wenn wir sie am wenigsten erwarten, und manche sogar immer wieder und wieder. Vor allem dann, wenn wir versuchen, Ihnen auszuweichen, weil wir uns vor ihnen drücken wollen. Warum? Auch sie sind das Leben, und damit doch letztendlich das, was wir alle wollen: Nichts anderes als leben.

Um das so selbstbewusst, angenehm und gemeinschaftlich wie möglich zu gestalten, haben wir meist erst eine Menge zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Da sollten uns doch zunächst einmal alle möglichen Herausforderungen gerade recht kommen. Durch sie wird unsere Persönlichkeit schließlich erst richtig geprägt und zu einem Fundament mit unserem persönlichen, einzigartigen Muster. Jeder Aspekt, jede Begegnung ist wie ein farbiger Faden in unserem Leben. Wir allein entscheiden, ob und welchen wir in die Hand nehmen, um ihn in unser Fundament zu verweben. Oder ob es uns vielleicht bei einigen vermeintlich unbequemen Themen für unseren Geschmack „zu bunt“ wird.

Nicht immer sind wir in der richtigen Verfassung, uns einer bestimmten Situation stellen zu können. Manchmal sind wir z.B. gesundheitlich sehr angeschlagen und nicht in der Lage, unser Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Oder haben keine Gelegenheit, uns die Art von Hilfe zu organisieren, die wir benötigen. Oft sind es jedoch eher Bequemlichkeit, Ängste, angelerntes Verhalten und zweifelhafte Glaubenssätze, die uns daran hindern, unsere Erfahrungsschatzkiste zu füllen. Mit all dem hemmen wir unsere Entwicklung und isolieren uns schlimmstenfalls, was völlig gegen die menschlichen Natur wirkt. Der zuverlässigste Kompass in Bezug auf das eigene Verhalten und das anderer ist das eigene Bauchgefühl. Es bietet sich daher an, sich an ihm zu orientieren und zu spüren, wie es sich anfühlt, sich z.B. vor etwas „gedrückt“ oder die Verantwortung an jemanden abgegeben zu haben.

„Lebensfäden“ ist ein Angebot, über das eigene Leben, die eigenen Erfahrungen, das eigene Verhalten, den Umgang mit einigen Themen und Menschen und die eigenen Werte nachzudenken, sie vielleicht gar zu überdenken und bewusst anzunehmen. Die Gedichte sollen eine Art Fazit zu einigen Aspekten sein, die keinen Anspruch auf Richtigkeit haben. Sie sind eher als Denkanstoß gedacht, aus dem Sammelsurium von Aha-Effekten aus der Erfahrungsschatzkiste im Umgang mit dem Leben in all seinen Facetten.

Sich selbst zu kennen und anzunehmen oder daran zu feilen, bis man es kann, klappt am besten anhand der Reaktionen seines Gegenübers in Abstimmung mit dem Bauchgefühl. Denn das Leben findet in den seltensten Fällen allein statt. Im Regelfall interagieren wir mit anderen, privat als auch beruflich, immer als ein und derselbe Mensch. Kein Wunder, dass wir immer wieder mit Gelegenheiten konfrontiert werden, uns weiterzuentwickeln und unser Verhalten sowie unsere Werte immer wieder zu überdenken. Gerade die weniger angenehmen Themen bergen in sich meist die größten Chancen und Lernerfolge. Diese Erfahrungen in unser Leben zu integrieren, macht uns stark und gibt uns Selbstsicherheit und Souveränität. Und macht uns in gewisser Weise auch „vermögend“. Es heißt ja nicht umsonst „reich an Erfahrung“.

Der zwischenmenschliche Umgang mit anderen ist spannend und oft auch überraschend. Je eindeutiger wir uns anderen gegenüber verhalten, desto angenehmer der Umgang. Je mehr wir uns und unser Verhalten verstehen, desto mehr Verständnis haben wir für das der anderen. Das macht unsere sozialen Kontakte und Verknüpfungen um einiges leichter und das Leben damit um einiges entspannter und selbstbewusster, und damit ruhiger. Den Weg dorthin und das, was wir auf ihm zu tun haben, kann uns jedoch niemand abnehmen. Wir können uns begleiten und unterstützen lassen, jedoch nicht Verantwortung abgeben. Für die Entwicklung unserer eigenen Persönlichkeit ist niemand anderes zuständig als wir selbst. Nur wir selbst wissen, was und wer uns wie gut tut oder was wir brauchen, um gut für uns zu sorgen. Wir können uns austauschen, uns orientieren oder vergleichen, doch niemals können wir unsere Erfahrungen von jemand anderem machen lassen. Wir leben unser Leben selbst und jeder lernt seine eigenen Lektionen und gewichtet sie ganz für sich, mit seiner eigenen Wahrnehmung. Wir können zwar versuchen, die Fehler anderer nicht zu wiederholen, doch das gilt nur für Allgemeingültiges und Grundsätzliches. Eigene Fehler sind zunächst erstmal gut und wichtig, wir lernen schließlich aus ihnen, wenn wir es denn wollen. Ob sich eine Wiederholung lohnt, entscheidet wieder jeder für sich. Ein besonders wichtiger Aspekt im Leben ist schließlich auch der Spaß und Humor. Wenn ein Fehler oder vermeintlicher Fettnapf dafür sorgt, Spaß ins Leben zu bringen, tja … warum nicht?

Jeder Faden, jede Herausforderung im Leben ist somit eine Chance, die wir jederzeit annehmen oder auch dankend ablehnen können. Mit dem, was wir aus diesen Chancen machen, bestimmen wir, wie selbstsicher und – was sich viele wünschen – gelassen wir unser Leben gestalten. Das kann auch etwas Ungewöhnliches sein, z.B. ein Gedichtbuch.

Leseprobe (PDF, 180kb)
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Die ISBN lautet 978-3-86683-681-5.